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Urteile zum Medizinrecht, Schadensersatzansprüche und Artzhaftungsrecht - Rechtsanwaltskanzlei Jablonsky & Kollegen in Celle und Bergen.

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Thema Vorsorgevollmacht - das sollten Sie wissen

Schnell kann man in die Situation geraten, dass man aufgrund unfall-, alters- oder krankheitsbedingter Geschäftsunfähigkeit oder wegen einer Behinderung nicht (mehr) in der Lage ist, seine Angelegenheiten selbst zu besorgen. In solchen Fällen sieht das Gesetz die Anordnung einer Betreuung durch einen vom Vormundschaftsgericht bestellten Betreuer vor.

Eine solche gerichtliche Anordnung kann vermieden werden, wenn frühzeitig eine Vorsorgevollmacht zugunsten der bevorzugten vertrauenswürdigen Person erteilt wird – und zwar solange die Geschäftsfähigkeit noch gegeben ist. Der Bevollmächtigte kann dann im Fall der späteren Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit des Vollmachtgebers für diesen rechtswirksam handeln.
Was gehört in Ihre Vorsorgevollmacht?

Vollmacht kann erteilt werden für sämtliche Rechtsgeschäfte und persönliche Angelegenheiten, wie beispielsweise die Auflösung eines Mietvertrages, die Beantragung von Renten, die Vertretung in Rechtsangelegenheiten, die Einwilligung in ärztliche Maßnahmen etc.
Wer sollte bevollmächtigt werden?

Selbstverständlich sollten Sie stets eine Person Ihres Vertrauens wählen. Bedacht werden sollte dabei, ob nicht gleichzeitig mehrere Personen bevollmächtigt werden sollten oder wenigstens ein Ersatzbevollmächtigter benannt wird, falls der Erstbevollmächtigte selbst betreuungsbedürftig wird oder gar verstirbt.
Muss eine bestimmte Form eingehalten werden?

Die Vollmacht sollte stets schriftlich verfasst werden. Durch die Übergabe der Vollmacht an eine Person des persönlichen Vertrauens (z.B. Rechtsanwalt, Notar, Familienangehöriger) oder durch Hinterlegung beispielsweise bei der Stiftung VorsorgeDatenbank kann sichergestellt werden, dass sie im Bedarfsfall auch verfügbar ist.
Fazit:

Eine Vorsorgevollmacht kann nicht früh genug gegeben werden. Sie sollte jedoch stets individuell auf die persönliche Lebenssituation zugeschnitten werden, damit sie nicht mangels Rechtswirksamkeit ihren Zweck verfehlt. Eine sinnvolle Ergänzung stellt eine Patientenverfügung dar. Wir beraten Sie gerne ausführlich zu diesen Themen.

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