Dekor Grafik - Medizinrecht

Urteile zum Medizinrecht, Schadensersatzansprüche und Artzhaftungsrecht - Rechtsanwaltskanzlei Jablonsky & Kollegen in Celle und Bergen.

Link zu unseren neuen Urteilen

Verletzung der Produktbeobachtungspflicht bei Brustimplantaten?

Auch in Celle und Umkreis leiden Frauen unter Brustimplantaten der Firma PIP.

Für unsere Mandantin haben wir Schmerzensgeld gefordert. Denn selbst wenn die Krankenkassen beispielsweise aus medizinischen Gründen, insbesondere bei Krebspatientinnen, die Kosten für den Austausch der Silikonkissen übernehmen – den geschädigten Frauen steht unserer Ansicht nach ein Anspruch auf Schmerzensgeld zu.

Der Hintergrund:
Die Produktbeobachtungspflicht ist die Pflicht eines Herstellers, zu beobachten, was am Markt mit seinem Produkt geschieht.

Dieser Pflicht ist der Chemikalienhändler Brenntag möglicherweise nicht ausreichend nachgekommen. Medienberichten zufolge hat Brenntag jahrelang Industriesilikon an den französischen Brustimplantathersteller Poly Implant Prothèse (PIP) geliefert.

Bei einem derart klangvollen Firmennamen kann es dem Zulieferer doch nicht unentdeckt geblieben sein, was mit dem Industriesilikon passierte?

Nach eigenen Angaben hat Brenntag seine Kunden stets vor Missbrauch gewarnt. Es sei in den Auftragsbestätigungen darauf hingewiesen worden, dass die Produkte ausschließlich für industrielle Zwecke und Körperpflegeprodukte genutzt werden dürften. Dennoch ist es zur Brustimplantatproduktion gekommen.

Bis zu 10.000 deutsche Frauen sind nun scheinbar betroffen. Deutsche Kliniken aller Bundesländer haben Patientinnen solche Brustimplantate eingesetzt. Es steht zu befürchten, dass die Implantate mit dem Industriesilikon früher platzen könnten als Einlagen mit medizinischem Silikon.

Frankreich hat laut Berichten rund 30.000 Patientinnen, die sich bei Schönheits-OPs ihre Brust vergrößern ließen, aufgefordert, sich die Implantate herausoperieren zu lassen. In Deutschland wird den betroffenen Frauen empfohlen, einen Arzt aufzusuchen.

Müssen die Implantate entfernt werden, kann gegen den Lieferanten Brenntag wegen der Übernahme von Behandlungskosten und Zahlung von Schmerzensgeld vorgegangen werden. PIP ist bereits im Jahr 2010 Konkurs gegangen.

Wir sind bundesweit tätig und verfügen über eine Fachanwaltschaft im Medizinrecht. Vielen geschädigten Patienten konnten wir im Medizinrecht schon zur erfolgreichen Durchsetzung ihrer Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche verhelfen.

Wir helfen auch Ihnen gerne weiter.

Zurück