Dekor Grafik - Familienrecht

Urteile zum Familienrecht und Erbrecht. Bei Scheidungen, Erbfolge, Unterhaltsforderungen etc. - Rechtsanwaltskanzlei Jablonsky & Kollegen in Celle und Bergen.

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Auch nicht verheiratete Mütter haben Anspruch auf Unterhalt

Die Kindesmutter hat gegen den Vater des nichtehelichen Kindes Anspruch auf Unterhalt, und zwar für den Zeitraum 4 Monate vor bis 3 Jahre nach der Geburt des Kindes, wenn sie das Kind betreut. Wenn der Kindesvater das Kind betreut, gilt der Unterhaltsanspruch des Kindesvaters gegen die Kindesmutter. Dabei ist es jedoch notwendig, dass die Vaterschaft des Kindes durch den Vater anerkannt wurde oder aber durch das Gericht gerichtlich festgestellt wurde.

Darüber hinaus besteht ein befristeter Unterhaltsanspruch von 6 Wochen vor bis 8 Wochen nach der Geburt, der allein auf der Geburt des Kindes beruht. Dieser Anspruch umfasst auch die Kosten, die in Folge der Schwangerschaft oder der Entbindung entstehen. So hat der Kindesvater Aufwendungen für Arzt, Hebamme, Klinik, Medikamente und für alle notwendigen Schwangerschafts- und Entbindungsfolgekosten, z.B. ärztliche Vor- und Nachuntersuchungen, Schwangerschaftsgymnastik und Schwangerschaftsgarderobe zu tragen. Ferner fallen auch darunter die Kosten der Baby-Erstausstattung.
Die Unterhaltshöhe der Mutter richtet sich nach ihrer Lebensstellung. War die Mutter vor der Geburt des Kindes erwerbstätig, bestimmt ihr früheres Einkommen ihren jetzigen Unterhaltsbedarf.

Darüber hinaus ist immer (unbefristet) Unterhalt für das nichteheliche Kind zu zahlen. Die Höhe richtet sich nach dem verfügbaren Einkommen des Kindesvaters. Insoweit sind nichteheliche Kinder ehelichen Kindern gleichgestellt.
Hinzuweisen ist insbesondere darauf, dass das nichteheliche Kind den gleichen Erbanspruch wie eheliche Kinder hat.

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