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Urteile zum Familienrecht und Erbrecht. Bei Scheidungen, Erbfolge, Unterhaltsforderungen etc. - Rechtsanwaltskanzlei Jablonsky & Kollegen in Celle und Bergen.

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An Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung gedacht?

 Vorsorgevollmacht & Patientenverfügung

– das sollten Sie wissen!

 

Die Begriffe sind in aller Munde – doch was bedeuten sie?

 

1. Im Rahmen der Patientenverfügung kann man frühzeitig in Form einer Vorsorge für Zeiten, in denen man nicht mehr einwilligungsfähig ist, festlegen, wie man bestimmten ärztlichen Eingriffen gegenübersteht und wer mit einer Entscheidung bevollmächtigt wird. Bekannt ist die Patientenverfügung im Rahmen der Entscheidung über lebensverlängernde Behandlungsmaßnahmen.

 

Schnell kann man in die Situation geraten, dass man aufgrund unfall-, alters- oder krankheitsbedingter Geschäftsunfähigkeit oder wegen einer Behinderung nicht mehr in der Lage ist, seine Angelegenheiten selbst zu besorgen.

Selbst Ehegatten würden dann nicht automatisch füreinander handeln können, sondern müssten sich durch das Betreuungsgericht als Betreuer bestellen lassen. Alternativ wird ein Betreuer seitens des Amtsgerichtes eingesetzt.

 

Wer einmal als Betreuer eingesetzt ist, den wird man so schnell nicht wieder los. Das ist vielleicht nicht wünschenswert. Ebenso unschön ist es, wenn der als Betreuer eingesetzte Ehegatte dem Amtsgericht gegenüber Rechenschaftspflichten erfüllen muss. Über jede einzelne Ausgabe hat ein Nachweis zu erfolgen.

 

2. Eine solche gerichtliche Anordnung kann vermieden werden, wenn frühzeitig eine Vorsorgevollmacht zugunsten der bevorzugten vertrauenswürdigen Person erteilt wird – und zwar solange die Geschäftsfähigkeit noch gegeben ist. Der Bevollmächtigte kann dann im Fall der späteren Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit des Vollmachtgebers für diesen rechtswirksam handeln.

 

Eine Vorsorgevollmacht kann erteilt werden für sämtliche Rechtsgeschäfte und persönliche Angelegenheiten, wie beispielsweise das Abschließen von betriebsbedingten Bestellungen, die Beantragung von Renten, die Vertretung in Rechtsangelegenheiten, die Einwilligung in ärztliche Maßnahmen etc.

 

Selbstverständlich sollten Sie stets eine Person Ihres Vertrauens wählen. Bedacht werden sollte dabei, ob nicht gleichzeitig mehrere Personen bevollmächtigt werden sollten oder ein weiterer Bevollmächtigter benannt wird, falls der Erstbevollmächtigte selbst betreuungsbedürftig wird oder gar verstirbt.

Die Beteiligung eines Notars ist in der Regel nicht erforderlich. Durch die Übergabe der Vollmacht an eine Person des persönlichen Vertrauens oder durch Hinterlegung in dafür eingerichteten Datenbanken/Registern kann sichergestellt werden, dass sie im Bedarfsfall auch verfügbar ist.

 

Fazit:

Eine Vorsorgevollmacht kann nicht früh genug gegeben werden. Sie sollte jedoch stets individuell auf die persönliche Lebenssituation zugeschnitten werden, damit sie nicht mangels Rechtswirksamkeit ihren Zweck verfehlt. Wir helfen Ihnen dabei gern.

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