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Urteile zum Arbeitsrecht - Rechtsanwaltskanzlei Jablonsky & Kollegen in Celle und Bergen.

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Aufhebungsvertrag im Arbeitsrecht - Vorsicht Falle!

Ein Aufhebungsvertrag ist ein Vertrag über die einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Es gibt Konstellationen, in denen es dem Arbeitnehmer anzuraten ist, einen für ihn günstigen Aufhebungsvertrag abzuschließen.

In diesem Vertrag kann u.a. vereinbart werden, zu welchem Zeitpunkt das Arbeitsverhältnis beendet wird, in welcher Höhe eine Abfindungszahlung geleistet wird, wie das Zeugnis lautet, dass der Arbeitnehmer einige Zeit freigestellt ist etc.

Grundsätzlich muss jedoch vor einem unüberlegten Abschluss eines solchen Aufhebungsvertrages gewarnt werden. Anwaltliche Beratung sollte hier stets in Anspruch genommen werden.

Denn oftmals wird ein solcher Aufhebungsvertrag von Seiten des Arbeitgebers vorgelegt, wenn an sich für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses gar keine Berechtigung bestehen würde. Ist ein Aufhebungsvertrag einmal unterzeichnet, ist er nur unter besonderen Bedingungen rückgängig zu machen.

Dem Arbeitgeber liegt oftmals einiges daran, das Arbeitsverhältnis durch einen Aufhebungsvertrag unproblematisch beenden zu können, ohne dass eine Kündigungsschutzklage droht.

Es gibt daher genügend Fälle, in denen es für den Arbeitnehmer günstiger ist, die Kündigung des Arbeitgebers abzuwarten und sodann innerhalb der Dreiwochenfrist Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht einzureichen.

Oftmals wird vor dem Arbeitsgericht dann das Arbeitsverhältnis gegen Zahlung einer Abfindung aufgelöst, wenn beide Parteien dies wünschen.

Der Vorteil einer solchen arbeitsgerichtlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses liegt darin, dass keine Sperre des Leistungsbezuges seitens der Agentur für Arbeit droht.

Würde der Aufhebungsvertrag nicht gerichtlich abgeschlossen werden, so würde die Agentur für Arbeit in der Regel dem Arbeitnehmer vorwerfen, dass er an der Beendigung seines Arbeitsverhältnisses mitgewirkt hat, indem er den Aufhebungsvertrag unterzeichnet hat.

Deshalb gilt in dem Fall der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses stets, dass anwaltlicher Rat eingeholt werden sollte. Anderenfalls droht an vielen Stellen eine finanzielle Einbuße, die der Arbeitnehmer zunächst möglicherweise gar nicht überblickt.

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