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Keine Abänderung eines Unterhaltstitels bei Renteneintritt bzw. Wiederverheiratung

Nachehelicher Unterhalt

Das Familiengericht Celle hat entschieden, dass ein Anspruch auf Abänderung eines bestehenden Unterhaltstitels bei Eintritt in das Rentenalter und Wiederverheiratung gegenüber der geschiedenen Ehefrau nicht besteht.

Der Kläger, der zwischenzeitlich in zweiter Ehe verheiratet ist, vertrat die Auffassung, mit Eintritt in das Rentenalter keinen Unterhalt mehr zu schulden. Die Höhe seiner Pension beruhe auf einem Karrieresprung, der nach der Scheidung erfolgt sei. Außerdem sei die beklagte Ehefrau verpflichtet, ihre Teilzeittätigkeit zugunsten einer Ganztagstätigkeit auszuweiten. Hinzu kommen noch die Unterhaltsverpflichtungen, die er gegenüber seiner jetzigen Ehefrau habe.

Nach Ansicht des Familiengerichtes darf nicht verkannt werden, dass die beklagte Ehefrau zunächst im Rahmen der Ehe und in der Folgezeit durch den Unterhaltsvergleich finanziell abgesichert gewesen ist und sich einen entsprechenden Lebensstandard aufgebaut hat. Im Rahmen der im Unterhaltsrecht zu beachtenden Billigkeitsgesichtspunkte scheint es nicht angemessen, der beklagten Ehefrau quasi von einem Tag zum anderen die Unterhaltsleistungen des Klägers zu entziehen und sie im Alter von über von 60 Jahren darauf zu verweisen, sich dieses Geld anderweitig hinzuzuverdienen.

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